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CAT steht für computerunterstützende Übersetzung. Ein CAT-Tool hilft Übersetzer:innen dabei, schneller zu arbeiten und einheitlichere Texte anzufertigen. Es speichert zuvor übersetzte Inhalte, gleicht die Terminologie mit dem Glossar ab und unterteilt ein Dokument in Segmente für mehr Struktur. Es übersetzt allerdings nicht für dich. Als strukturierter Workspace kommt er vor allem denen zugute, die die Übersetzungsarbeit übernehmen.
CAT-Tools wurden als Software hauptsächlich für professionelle Übersetzer:innen und Agenturen entworfen. Das klingt nach dir? Dann lies unbedingt weiter. Wenn du Marketingübersetzungen für ein Fertigungsunternehmen ohne eigenes Lokalisierungsteam neben allen anderen To-dos managst, ist ein CAT-Tool alleine wahrscheinlich nichts für dich. Weiter unten geben wir dir andere Optionen.
CAT-Tools erklärt
Ein CAT-Tool übersetzt Dokumente nicht eigenständig. Es bietet Übersetzer:innen im Gegensatz zu einem leeren Worddokument drei Vorteile: ein Translation Memory mit allen zuvor übersetzten Segmenten, ein Glossar mit genehmigter Terminologie und eine Segmentierung des Ausgangstextes, damit nichts verloren geht. Einige CAT-Tools sind auch mit maschinellen Übersetzungs-Engines verbunden, um die Segmente für einen ersten Entwurf vorauszufüllen. Übersetzer:innen gehen dann anschließend alles durch und nehmen Änderungen vor.
Der Unterschied zu einer Übersetzungsmanagementplattform liegt darin, dass es nur für die Person gemacht ist, die übersetzt, und nicht für die, die das Projekt koordiniert. Wir sehen uns die verschiedenen Merkmale später im Detail an.
Vorteile von CAT-Tools für die Übersetzung
Für professionelle Übersetzer:innen, die technische, rechtliche oder repetitive Inhalte übersetzen, ändern sich drei Aspekte grundlegend.
Einheitlichkeit. Ein Glossar speichert alle genehmigten Fachtermini, sodass Produktnamen und technische Daten nicht plötzlich anders übersetzt werden, nur weil jemand vergessen hat, wie er einen Begriff auf Seite 3 übersetzt hat.
Schnellere Abarbeitung von sich wiederholenden Inhalten. Ein Translation Memory speichert jede bestätigte Übersetzung und schlägt sie sofort vor, sobald ein identischer oder ähnlicher Textabschnitt auftaucht. Ein 60-seitiger Katalog mit Boilerplate, Teilenummern und rechtlichen Formulierungen lässt sich auch dann schneller übersetzen, wenn ein ähnlicher Satz zum zweiten Mal vorkommt, nicht nur beim ersten Mal.
Weniger manuelle Fehler. Dank der Segmentierung eines Dokuments in einzelne Sätze gehen Sätze nicht so schnell unter – ein Risiko, wenn Texte direkt in einem Textprogramm übersetzt werden.
So funktionieren CAT-Tools: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die meisten CAT-Tools verfolgen denselben Ansatz, egal ob ein Übersetzer alleine oder im Team arbeitet.
- Upload und Segmentierung. Das Ausgangsdokument wird in einzelne Segmente unterteilt, in der Regel Sätze oder kurze Formulierungen, sodass jedes einzeln übersetzt und überprüft werden kann.
- Übersetzung mit Empfehlungen. Wenn sich eine Übersetzerin dann durch die Segmente arbeitet, filtert das Translation Memory Übereinstimmungen aus vorherigen Projekten heraus. Außerdem profitiert sie von maschinellen Übersetzungsvorschlägen, sofern eine Engine verbunden ist, die sie annehmen, bearbeiten oder ablehnen kann.
- Glossarcheck. Genehmigte Begriffe werden automatisch angezeigt, sodass Übersetzer:innen eine uneinheitliche Verwendung sofort bemerken, bevor der Text freigegeben wird.
- Export. Die fertige Übersetzung wird exportiert und idealerweise im Format der Ausgangsdatei zurückgegeben, anstatt als einfacher Textblock, der neu formatiert werden muss.
Wesentliche Features, die ein CAT-Tool haben sollte
Translation Memory. Jede bestätigte Übersetzung wird gespeichert und automatisch vorgeschlagen, sobald ein Satz auftaucht, der vollständig oder teilweise damit übereinstimmt. So können Übersetzer:innen ihr zehntes Projekt noch schneller abliefern, als das erste. Nicht nur innerhalb eines Dokuments, sondern für jedes zukünftige Projekt.
Glossar. Eine Auflistung aller genehmigten Begriffe für deine Branche oder Marke sorgt dafür, dass technische Daten, Produktnamen und die Markenterminologie für jedes Projekt gleich bleiben, egal wer sich um die Übersetzung kümmert.
Segmentierung. Der Text wird für die Übersetzung und die Qualitätsprüfung in einzelne Segmente unterteilt und wird nicht als ein langer Textblock angezeigt.
MT-Integration. Für den ersten Entwurf mit Vorschlägen von Engines wie DeepL, Google Translate oder ChatGPT, den ein Mensch dann korrigiert, anstatt von Grund auf übersetzen zu müssen.
Zusammenarbeit in Echtzeit. Ein gemeinsamer cloudbasierter Workspace, mit dem mehr als eine Person an der Übersetzung bzw. am Korrektorat desselben Projekts beteiligt ist – ohne das Hin und Her per E-Mail.
Export im gewünschten Format. Die fertige Übersetzung wird im Format der Originaldatei exportiert – mit Tabellen, Layout und Aufbau – und nicht als einfacher Text, der manuell neu formatiert werden muss.
Die Alternative für alle, die kein Lokalisierungsteam haben
Ein CAT-Tool löst gängige Probleme mit Übersetzungen: dank schneller Lieferung und mehr Einheitlichkeit. Es schafft keine Abhilfe für Marketingmanager:innen, die das ganze Projekt verwalten: Dateien an alle verschicken, Fortschritt überprüfen – für acht oder mehr Sprachen –, und auf ein korrekt formatiertes Ergebnis hoffen, ohne das Designteam noch einmal hinzuzuziehen.
Du arbeitest für ein mittelständisches europäisches Fertigungsunternehmen, das Kataloge, Datenblätter und Broschüren ohne eigene Lokalisierungsabteilung übersetzt? Dann brauchst du eine Übersetzungsmanagementplattform und kein reines CAT-Tool. Redokun bietet deinem Team einen gemeinsamen Webeditor mit Translation Memory und den Vorteilen eines Glossars, die oben beschrieben sind. Außerdem profitierst du von der Projektkoordination, die dir ein CAT-Tool allein nicht bieten kann. Lade InDesign-, Word-, PowerPoint- oder Excel-Dateien direkt hoch, verfolge den Fortschritt für jede Zielsprache in einem Dashboard und erhalte das fertige Dokument im Originalformat mit intaktem Layout zurück.
Hier findest du eine umfassende Erläuterung von computerunterstützter Übersetzung für Teams ohne Lokalisierungsabteilung, um zu erfahren, wie das Ganze in der Praxis aussieht.
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Du möchtest mehr darüber erfahren, wie ein erfolgreiches Projekt aussehen kann, wenn alle Dateien und Übersetzerkonten eingerichtet sind? Dann sieh dir an, wie ein sinnvoller Workflow für kleine Marketingteams aussehen könnte. Und wenn ihr als Fertigungsunternehmen keine Lokalisierungsabteilung habt, dann wirf gerne einen Blick auf unseren Ratgeber rund um Übersetzungsmanagement ohne Lokalisierungsabteilung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein CAT-Tool?
Ein CAT-Tool (Tool für computerunterstützte Übersetzung) ist eine Software, die professionellen Übersetzer:innen dabei hilft, schneller zu arbeiten und einheitlichere Ergebnisse zu liefern – dank Translation Memory, Glossar und Segmentierung. Es unterstützt Übersetzer:innen, übersetzt jedoch nicht eigenständig.
Ist ein CAT-Tool dasselbe wie maschinelle Übersetzung?
Nein. Maschinelle Übersetzung (wie DeepL oder Google Translate) generiert Übersetzungen automatisch. Ein CAT-Tool ist ein Workspace, auf den menschliche Übersetzer:innen zugreifen. Maschinell generierte Vorschläge können zwar als Ausgangspunkt genutzt werden, wobei jedes Segment von einem menschlichen Augenpaar überprüft und bestätigt wird.
Was sind Beispiele für CAT-Tools?
Trados Studio, memoQ und Wordfast sind weit verbreitete CAT-Tools für professionelle Übersetzer:innen. Sie sind auf sprachliche Präzision und Terminologiemanagement ausgelegt und gedacht für jene, die sich um die Übersetzung kümmern.
Brauche ich ein CAT-Tool, wenn ich kein Lokalisierungsteam habe?
Nicht nur. Ein CAT-Tool alleine löst die Probleme von Übersetzer:innen, nicht jedoch die Herausforderungen, vor denen Marketingmanager:innen ohne Lokalisierungsteam stehen: Dateien zuteilen, den Fortschritt über mehrere Sprachen hinweg verfolgen und eine Datei mit korrekter Formatierung zurückerhalten. Eine Übersetzungsmanagementplattform wie Redokun kümmert sich um beides.
Was ist der Unterschied zwischen einem CAT-Tool und einer Übersetzungsmanagementplattform?
Ein CAT-Tool ist für die Personen gedacht, die übersetzen. Eine Übersetzungsmanagementplattform unterstützt diejenigen, die das Projekt managen – beim Dateiupload, bei der Zuteilung von Übersetzer:innen, bei der Fortschrittsverfolgung für jede Zielsprache und bei der Beibehaltung des Formats. Hierzu gehört Redokun.
Erste Schritte
Wenn du Tools vergleichst, weil ein Projekt ansteht, wie z. B. die Übersetzung eines Katalogs, eines Datenblattes oder einer Broschüre in acht oder mehr Sprachen, dann ist Redokun wie für dich gemacht – vor allem wenn du kein Lokalisierungsteam hast. Finde heraus, wie computerunterstützte Übersetzung ohne Lokalisierungsabteilung aussieht oder lege direkt mit dem Project Pass los, falls du gerade ein Projekt fertigstellen musst.





