Wenn du Marketing-, Vertriebs- oder technische Dokumente erstellst, die in mehrere Sprachen übersetzt werden sollen, brauchst du mehr als nur gut geschriebene Inhalte – du brauchst Texte, die für die Übersetzung vorbereitet sind.
Dieser Leitfaden richtet sich an Content-Ersteller, Marketingfachleute und Lokalisierungsmanager, die ihren Übersetzungs-Workflow vereinfachen und gleichzeitig sicherstellen wollen, dass ihre Botschaft in allen Sprachen klar, präzise und kulturell passend bleibt.
Hier sind 15 praktische Tipps, mit denen du Inhalte erstellst, die sich leicht übersetzen lassen – das spart Zeit, senkt Kosten und sorgt dafür, dass deine Markenbotschaft in jeder Sprache zur Geltung kommt.
So schreibst du übersetzungsfreundliche Inhalte
Dein Schreibstil hat direkten Einfluss darauf, wie leicht sich deine Inhalte übersetzen lassen. Beachte die folgenden Best Practices für klare, konsistente Botschaften in allen Sprachen:
- Verwende klare und einfache Sprache
Vermeide Redewendungen und Fachjargon. Sag statt „Lass uns einen Blitzstart hinlegen“ lieber „Lass uns direkt loslegen“. - Halte Sätze kurz und direkt
Formuliere möglichst Sätze mit weniger als 20 Wörtern, damit sie verständlich bleiben – besonders bei maschineller Übersetzung. - Verwende korrekte Grammatik und Zeichensetzung
Schreibe grammatikalisch korrekt, um Missverständnisse bei der Übersetzung zu vermeiden. - Vermeide Mehrdeutigkeiten
Sei konkret. Ersetze vage Aussagen wie „Das kann später geändert werden“ durch „Nutzer können diese Einstellung jederzeit in ihren Kontoeinstellungen anpassen“. - Verwende eine einheitliche Terminologie
Lege dich auf bestimmte Begriffe (z. B. „Produkt-Tour“) fest und verwende sie im gesamten Dokument einheitlich.

Best Practices für die Formatierung von Dokumenten für die Übersetzung
Eine durchdachte Formatierung kann die Übersetzungszeit deutlich verkürzen und Layout-Probleme vermeiden. So optimierst du das Layout deines Dokuments:
- Nutze automatische Inhaltsverzeichnisse
Vermeide manuelle Formatierungen. Automatisch erstellte Inhaltsverzeichnisse lassen sich nach der Übersetzung leichter anpassen. - Trenne Text von Grafiken
Halte Textebenen und Grafiken getrennt – besonders in Programmen wie InDesign –, damit sich Texte leichter extrahieren und übersetzen lassen. - Verwende Formatvorlagen statt manueller Formatierung
Nutze Absatz- und Zeichenformate, um die Konsistenz in allen Sprachversionen zu gewährleisten. - Plane die Textausdehnung ein
Manche Sprachen brauchen mehr Platz als Englisch. Plane zusätzlichen Platz für längere Texte ein. - Nutze zum Erstellen von Tabellen einen Tabelleneditor statt Tabulatoren
Vermeide manuell ausgerichtete Layouts – nutze Tabellenwerkzeuge, damit die Formatierung bei der Übersetzung erhalten bleibt.
Inhalte an unterschiedliche kulturelle Kontexte anpassen
Neben der Sprache spielt der kulturelle Kontext eine wichtige Rolle dabei, wie deine Inhalte ankommen. Behalte dabei die folgenden Lokalisierungstipps im Hinterkopf:
- Überprüfe Namen, Farben und Symbole
Stelle sicher, dass deine Inhalte in einer anderen Kultur nicht unbeabsichtigt etwas anderes bedeuten. - Vermeide Slang und umgangssprachliche Ausdrücke
Verwende neutrale Formulierungen. Ersetze zum Beispiel „Wir rocken das!“ durch „Wir erzielen hervorragende Ergebnisse.“ - Schreibe Abkürzungen bei der ersten Verwendung aus
Nicht alle Abkürzungen sind international verständlich. Gib die vollständigen Bezeichnungen gleich zu Beginn an. - Verwende Schriftarten mit umfassender Sprachunterstützung
Stelle sicher, dass deine Schriftarten die Zeichensätze für Schriftsysteme wie Arabisch, Chinesisch und Kyrillisch unterstützen. - Gib Übersetzern Kontext
Nutze Kommentare oder Hinweise, um die Bedeutung zu verdeutlichen und Fehlinterpretationen zu vermeiden.
Fazit: Entwickle eine Strategie für übersetzungsgerechte Inhalte
Beim Schreiben für die Übersetzung geht es nicht darum, deine Botschaft zu vereinfachen, sondern darum, deine Inhalte strategisch zu gestalten, damit sie für die weltweite Verbreitung bereit sind.
Mit diesen Best Practices kannst du:
- Übersetzungszeit und Kosten minimieren
- Die Konsistenz deiner Inhalte verbessern
- Fallstricke bei der Lokalisierung vermeiden
- Sicherstellen, dass deine Botschaft in allen Märkten ankommt
Je früher du die Übersetzung einplanst, desto effizienter wird dein Lokalisierungsprozess.
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