Deine Marketing-Inhalte zu übersetzen und zu lokalisieren, kann überwältigend wirken – aber mit den richtigen Tools und Ansätzen lassen sich viele Sorgen aus dem Weg räumen. Genau deshalb habe ich diesen Guide erstellt: Damit du konkrete Tipps, echte Beispiele und eine Liste von Tools bekommst, um bei der Marketing-Lokalisierung richtig durchzustarten.
Übersicht
- Was ist Marketing-Lokalisierung?
- ~Marketing-Lokalisierung vs. lokalisierte Werbung
- Warum die Lokalisierung von Marketing-Inhalten wichtig ist
- Beispiele für Marketing-Lokalisierung
- ~Fallstudie: Canva-Lokalisierung
- ~Fallstudie: Fiverr-Lokalisierung
- Herausforderungen der Lokalisierung im globalen Marketing
- Sechs praktische Tipps für eine lokalisierte Marketing-Strategie (+ die besten Tools für deinen Erfolg)
- FAQs
Was ist Marketing-Lokalisierung?

Marketing-Lokalisierung bedeutet, Marketing-Kampagnen so zu gestalten oder anzupassen, dass sie zur Sprache, Kultur und zum Konsumverhalten der Zielgruppe passen. Sie ist eines der wichtigsten Elemente deiner Lokalisierungsstrategie.
Wenn du deine Marken-Assets lokalisierst, passt du deine Marketing-Botschaften an die lokalen Vorlieben in folgenden Bereichen an:
- Sprache: Welche Hauptsprachen werden im Zielmarkt gesprochen? Wie sieht es mit regionalen Dialekten aus?
- Tonfall und Botschaft: Bevorzugt deine Zielgruppe einen werblichen Ton oder eine zurückhaltendere Ansprache? Welche Trends begeistern die Zielgruppe, und wie kannst du sie nutzen, damit deine Marke noch relevanter wirkt?
- Visuals, Design und Farben: Welche Farbschemata, Layouts und Bilder sprechen die Zielgruppe an?
- Vertriebskanäle: Auf welche Kanäle solltest du dich konzentrieren, um die Zielgruppe zu erreichen? Nutzen sie zum Beispiel Facebook, VKontakte, Naver oder Weibo?
- Content-Typen: Reagieren sie eher auf kurze oder lange Inhalte?
- Preisstruktur: Sollte ihre Kaufkraft beeinflussen, wie du deine Preise festlegst?
Wie du siehst, ist Sprache essenziell – aber das ist längst nicht alles. Die Marken-Lokalisierung muss mit den allgemeinen Marketing-Zielen deines Unternehmens abgestimmt sein, damit das Kundenerlebnis nahtlos bleibt.
Das heißt, du solltest Lokalisierung in jedem Bereich deines Marketing-Mix berücksichtigen – von der Produktentwicklung bis zur Promotion.
Das heißt nicht, dass Hyper-Lokalisierung für alle die Lösung ist. Zu viel Standardisierung sorgt dafür, dass du nicht auffällst – aber ein zu starker Fokus auf die Anpassung an jede einzelne Zielgruppe ist nicht skalierbar und kann schnell dein Budget sprengen.
Gründliche Marktforschung, Analysen und Zielsetzungen auf Basis deiner Lokalisierungs-KPIs werden dir sehr dabei helfen, das richtige Gleichgewicht zwischen Lokalisierung und Standardisierung zu finden.
Marketing-Lokalisierung vs. lokalisierte Werbung

Sie mögen ähnlich klingen, aber Marketing-Lokalisierung und lokalisiertes Marketing beschreiben unterschiedliche Aspekte der Anpassung von Marketing an einen Zielmarkt.
Marketing-Lokalisierung ist der Prozess, Marketingkampagnen an andere Märkte anzupassen. Dazu gehören unter anderem
- Übersetzungen von Werbetexten mit Fokus auf feine Nuancen
- UX-Design, das mehrsprachige Zugänglichkeit an allen Touchpoints sicherstellt
- Budgets, die Ressourcen nach lokalen Prioritäten verteilen
- Kampagnenanpassungen, die lokale Gesetze und Vorschriften einhalten
Lokalisiertes Marketing hingegen ist die Strategie, die Marketingteams im Rahmen internationaler Expansion verfolgen können. Die Strategie verbindet Lokalisierungs-Prozesse mit den Marketingarten, die dein Unternehmen nutzt, zum Beispiel
- Digitales Marketing
- Inbound-Marketing
- Content-Marketing
- Suchmaschinenmarketing
- Social-Media-Marketing
Im Grunde kannst du bei allen genannten Marketingarten einfach „Lokalisierung" davor setzen, um den Prozess zu beschreiben, wie sie lokal angepasst werden. Digitale Marketing-Lokalisierung bedeutet zum Beispiel, dass du digitale Inhalte wie Website-Texte, Blogbeiträge und Social-Media-Posts so anpasst, dass sie sprachlich und kulturell passen.
Warum die Lokalisierung von Marketinginhalten wichtig ist

Jede Kampagne – ob national oder international – muss bei deiner Zielgruppe anfangen. Dafür musst du wissen, was Käufer:innen weltweit wollen. Laut den neuesten Lokalisierungsstatistiken:
- 75 % der Internetnutzer:innen kaufen Produkte am liebsten auf Websites in ihrer Muttersprache
- 40 % der Internetnutzer:innen kaufen nie auf Websites, die nicht in ihrer Muttersprache sind
- 65 % der Nicht-Muttersprachler:innen bevorzugen Inhalte in ihrer eigenen Sprache – selbst wenn sie sehr gut Englisch sprechen.
Ich spreche da aus Erfahrung: Ich lebe seit fast zehn Jahren im Ausland, spreche vier Sprachen und nutze Englisch in den meisten Lebenssituationen. Trotzdem berühren mich Inhalte auf Norwegisch, meiner Muttersprache, immer noch viel stärker.
Das Ziel von lokalisiertem Marketingcontent ist es, der Zielgruppe das Gefühl zu geben, das Produkt oder die Dienstleistung sei direkt für sie gemacht. Dadurch kannst du Folgendes verbessern:
- Markenbekanntheit
- Wettbewerbsvorteil
- Umsatzpotenzial
- Conversion Rates (CVR)
- Click-Through-Rate (CTR)
- Kundentreue
Um das noch deutlicher zu machen, schauen wir uns echte Zahlen an. 2014 hat eine Studie von Appia die Performance von lokalisierten Werbeanzeigen mit englischsprachigen Anzeigen in Spanien, Frankreich und Deutschland verglichen. Die Ergebnisse:
- 86 % der lokalisierten mobilen Werbeanzeigen schnitten besser ab als ihre englischen Pendants.
- Die lokalisierten Anzeigen erzielten einen Anstieg von 22 % bei der CVR und 42 % bei der CTR.
Kein Wunder, dass Unternehmen, die in Übersetzung investieren, mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ein Umsatzwachstum verzeichnen wie solche, die es nicht tun.
Beispiele für Marketing-Lokalisierung

Man sagt zwar, jede PR ist gute PR, aber das stimmt nicht immer. Eines der wichtigsten Dinge ist, wie du vermeidest, dein Publikum zu verärgern – wie die folgenden Beispiele zeigen.
- Das Letzte, was du willst, ist, es HSBC gleichzutun und 10 Millionen Dollar für eine Rebranding-Kampagne auszugeben, nur weil ein Slogan falsch übersetzt wurde.
- Und Honda hat gut daran getan, zu recherchieren, bevor sie ihr nagelneues Fahrzeug, Fitta, in Europa auf den Markt gebracht haben. Ich kann es nicht oft genug sagen: Das ist kein Wort, das du in Skandinavien leichtfertig benutzen solltest.
Im Internet findest du zwar unzählige Artikel über Übersetzungsfehler in der Werbung, aber es gibt auch viele Beispiele von Unternehmen, die Lokalisierung richtig gemacht haben.
Schauen wir uns mal an, was wir von zwei davon lernen können.
Fallstudie: Canva-Lokalisierung
Wenn du im Marketing arbeitest, hast du bestimmt schon mal Canva benutzt. Wusstest du aber, dass die Drag-and-Design-App in über 100 Sprachen verfügbar ist?
Um Beispiele zu finden, wie sie Lokalisierungs-Best Practices umgesetzt haben, habe ich mir ihre Landingpages auf Norwegisch und Koreanisch angeschaut. Am deutlichsten sieht man die Lokalisierung in ihrer Vorlagenbibliothek.

Der Screenshot oben zeigt den Vorlagenbereich der Haupt-Landingpage von Canva auf Norwegisch. Er hebt Designs in der Landessprache hervor, nach denen Leute aus dem Land wahrscheinlich gerade suchen – zum Beispiel:
- Eine Facebook-Grafik für den kommenden Nationalfeiertag (17. Mai)
- Eine Einladung zur Abschlussfeier der Schule mit lokalen Datums- und Zeitformaten
- Lebensläufe und Geburtstagseinladungen mit lokalen Namen
- Poster, die auf jährliche regionale Events im Land Bezug nehmen
Jetzt vergleichen wir das mal mit der koreanischen Version. Was ist anders?

Der Vorlagenbereich für Korea zeigt ähnliche Designs, aber mit einem ganz eigenen lokalen Touch, zum Beispiel:
- Eine Instagram-Grafik für Geschenksets zu besonderen Anlässen
- Eine elektronische Karte für den Elterntag
- Eine Präsentation mit lokalen Stilen und Begriffen
- Eine Werbeanzeige für die Sommer-Reisesaison
Wie du siehst, haben die Canva-Lokalisierungsteams Faktoren wie Designtrends, bevorstehende Events und Vorlieben berücksichtigt, als sie entschieden haben, welche Beispiele sie in den verschiedenen Regionen zeigen.
Außerdem haben die Übersetzungen der Überschriften von Sprache zu Sprache ihre eigenen Nuancen:
- Auf Norwegisch ist „Maler for absolutt alt" eine direkte Übersetzung des englischen Spruchs „Templates for absolutely anything."
- Aber das koreanische „거의 모든 용도를 위한 템플릿" bedeutet „Vorlagen für fast jeden Einsatzzweck." Das ist die Arbeit eines Transcreators.
Bei so viel Fokus auf Marketing-Lokalisierung ist es kein Wunder, dass 80 % der Canva-Nutzer:innen aus nicht-englischsprachigen Ländern stammen.
Fallstudie: Fiverr-Lokalisierung
Unternehmen, die Freelancer:innen suchen, um Marketingmaterialien zu designen, zu schreiben oder zu übersetzen, nutzen oft Fiverr. Stand 2022 ist die Plattform in sieben verschiedenen Sprachen verfügbar.
Und Fiverrs Lokalisierungsbemühungen haben Wirkung gezeigt. Zum Beispiel: Nachdem sie ihre Website auf Italienisch veröffentlicht haben, ist der Traffic aus dem Land innerhalb von drei Monaten um beeindruckende 97 % gestiegen.
Social-Media-Lokalisierung ist ein wichtiger Bestandteil von Fiverrs globaler Content-Marketing-Strategie. Obwohl sie pro Plattform nur einen Account betreiben (statt mehrere lokale Sprach-Accounts wie bei Spotify), sind ihre Social-Media-Anzeigen in verschiedenen Sprachen verfügbar. Kannst du zum Beispiel die Unterschiede zwischen den LinkedIn-Creatives auf Englisch und Deutsch unten erkennen?


Die deutsche Übersetzung behält die Bedeutung des Textes bei und verwendet die gleichen Bilder. Allerdings werden diese beiden Elemente so lokalisiert, dass sie zu den Besonderheiten der Sprache passen:
- Schriftgröße: Was Englischsprachige mit zwei oder mehr Wörtern ausdrücken, können Deutsche mit nur einem schaffen. Berufsbezeichnungen sind keine Ausnahme, wenn es um die berüchtigten deutschen Komposita geht – so wird aus dem englischen „graphic designer“ „Grafikdesigner:in“. Dementsprechend wird die Schriftgröße in der lokalisierten Anzeige verkleinert, damit die Botschaft in eine Zeile passt und das Wort nicht abgeschnitten wird.
- Farben: Während die englische Anzeige pink ist, ist die deutsche grün. Den genauen Grund für den Farbwechsel zwischen den Regionen herauszufinden, würde einen tiefen Einblick in Fiverrs Marketing-Kennzahlen erfordern (oder man müsste einfach mal Mäuschen in ihren Meetings spielen), aber viele Faktoren werden die Entscheidung beeinflusst haben. Unter anderem spielen Überlegungen zu Farben und deren psychologischen Assoziationen in der Werbung für bestimmte Zielgruppen eine Rolle.
- Grammatikregeln: Wer schon mal versucht hat, Deutsch zu lernen, hat sicher eine Hassliebe zu den geschlechtsspezifischen Substantiven entwickelt. Die Doppelpunkte in „was jede:r" und „Grafikdesigner:in" stehen für die geschlechtergerechte Sprache, denn „was jede" ist feminin, während „Grafikdesigner" maskulin ist. Das ist bei der englischen Anzeige nicht nötig, weil die Sprache standardmäßig schon genderneutral ist.
Beachte dabei: Normalerweise machen Deutsche Substantive mit einem Schrägstrich statt mit einem Doppelpunkt genderneutral.
Warum hat der Designer oder die Designerin es in diesem Fall also anders gemacht? Ein Blick auf ihr Logo verrät dir, warum.

Fällt dir der grüne Punkt nach dem Markennamen im Logo auf? Das ist ein Designelement, das sie oft in ihren Marketingmaterialien verwenden. Bei der Anzeige in diesem Beispiel ermöglichen es die Doppelpunkte, das Punkt-Design des Logos aufzugreifen und die visuelle Einheitlichkeit zu wahren.
Mit einem einfachen Design-Trick schafft es Fiverr, seine Social-Media-Anzeigen zu lokalisieren und trotzdem die so wichtige Marken-Konsistenz an allen globalen Touchpoints zu bewahren. Sie lassen es fast schon einfach aussehen.
Herausforderungen der Lokalisierung im globalen Marketing

Bevor wir über die Tools und Techniken für Marketing-Lokalisierung sprechen, die du nutzen kannst, schauen wir uns erstmal die Probleme an, die sie lösen.
Wir haben mit mehreren Spezialist:innen für Marketing-Lokalisierung aus unserem Netzwerk gesprochen, um herauszufinden, vor welchen Herausforderungen sie stehen, wenn sie Marketinginhalte für ein globales Publikum anpassen. Hier sind die häufigsten Antworten:
- Hohe Kosten für das Outsourcing von Lokalisierungsdienstleistungen
- Lange Bearbeitungszeiten und Markteinführungszeit
- Abhängigkeit von manuellen Übersetzungsprozessen
- Probleme bei der Wahrung der Marken-Konsistenz
- Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit lokalen Teams
- Die Balance zwischen Lokalisierung und Standardisierung finden
- Anpassung von Design und Formatierung an ausländische Märkte
Diese Probleme betreffen vielleicht nicht jedes Unternehmen. Aber im Allgemeinen liegt die Grundursache für Herausforderungen bei der Marketing-Lokalisierung darin, wie Unternehmen ihre Lokalisierungsprozesse managen. Die gute Nachricht: Mit effizienten Systemen kannst du dein Team davor bewahren, in diese Fallen zu tappen.
Sechs praktische Tipps für eine lokalisierte Marketing-Strategie (+ die besten Tools für deinen Erfolg)
Richtig umgesetzt, kann Marketing-Lokalisierung eine wirkungsvolle Möglichkeit sein, internationale Zielgruppen zu gewinnen. Aber es steckt viel darin, eine lokalisierte Marketingstrategie zu entwickeln und umzusetzen, die sowohl auf einzelne Zielmärkte zugeschnitten als auch skalierbar ist, um den wachsenden Marketinganforderungen deines Unternehmens gerecht zu werden.
Damit dir dieser Prozess etwas leichter fällt, findest du hier die Schritte, die wir dir für den Einstieg empfehlen.
1. Stelle ein Lokalisierungsteam zusammen

Sobald du die relevanten Kennzahlen geprüft und eine fundierte Entscheidung getroffen hast, in welche Märkte du einsteigen willst, ist es Zeit, dein Lokalisierungsteam zusammenzustellen.
Dank Freelancing-Plattformen ist mehrsprachiges Talent heute leichter zugänglich als früher, aber das kann auch ein zweischneidiges Schwert sein. Jede:r kann sich Übersetzer:in oder Texter:in nennen, deshalb lohnt es sich, an dieser Stelle wählerisch zu sein.
Ideale Kandidat:innen haben ein tiefes Verständnis der Sprache und des Konsumverhaltens der Zielgruppen. Deshalb bringen sie höchstwahrscheinlich bereits gewisse Marketingerfahrung in deiner Branche für die jeweilige Region mit – sei es als Transcreator, Texter:in oder Projektmanager:in. Pluspunkt, wenn sie dein Unternehmen schon gut kennen.
Je nach deinen geschäftlichen Anforderungen besteht ein Lokalisierungsteam wahrscheinlich aus folgenden Rollen:
- Lokalisierungs-Projektleitung (oder Projektmanager:in)
- Übersetzer:innen
- Content-Autor:innen
- Texter:innen
- Marketing-Spezialist:innen
- SEO-Spezialist:innen
- Redakteur:innen
- Korrektor:innen
- QA-Reviewer:innen
- Entwickler:innen
- Web-Designer:innen
Tools für den Erfolg
Also, wie findest du diese Leute? Im Allgemeinen hast du zwei Möglichkeiten:
- Stelle Talente für ein internes Team ein, entweder aus deinem Unternehmen oder über externe Quellen. Für Letzteres kannst du auf Jobbörsen wie LocJobs, GalaGlobal oder LinkedIn zurückgreifen.
Wie Soeren von Microsoft zur internen Verteilung der Arbeit sagt (hier kannst du einen Blick in Microsofts Lokalisierungsprozess werfen):
"Je größer das Unternehmen, desto leichter lässt sich die Arbeit verteilen – und genau das haben wir gemacht. Im Marketingteam, in dem ich gearbeitet habe, hatten wir Kontakte in den Tochtergesellschaften und für Seiten, die wir gerade neu aufgesetzt hatten, haben wir gefragt: Hey, könnt ihr ein paar Freiwillige drüberschauen lassen? Sie haben das dann geprüft und uns Feedback gegeben – das ist auch ein guter Prozess. Wenn du Leute hast, die du dafür einspannen kannst"
- Lagere deine Lokalisierungsprozesse an LSPs und Freelancer:innen aus. Du kannst sie entweder auf Plattformen wie Upwork finden oder aus den vielen LSPs auf dem Markt auswählen.
Wir haben außerdem eine Liste mit weiteren Orten zusammengestellt, an denen du Übersetzer:innen findest: 40+ Orte, um Übersetzer:innen zu finden
2. Beziehe dein Lokalisierungsteam ein

Das klingt selbstverständlich.
Aber mehr als 40 % der Lokalisierungsteam-Mitglieder, die in einer CSA-Studie befragt wurden, gaben an, entweder nur teilweise oder gar nicht in die Entscheidungsfindung für Marketingkampagnen eingebunden gewesen zu sein.
Warum ist das ein Problem?
Naja, wenn deine Lokalisierungs-Stakeholder keinen Platz am Tisch haben, beeinträchtigt das ihre Fähigkeit, die erwartete Qualität zu liefern. Viele Übersetzungsfehler im Marketing hätten durch richtige Kommunikation und Zusammenarbeit vermieden werden können.
Wenn du das Lokalisierungsteam in die gesamte strategische Planung einbeziehst, kannst du Marketingkampagnen so optimieren, dass sie für verschiedene Zielgruppen angepasst werden können.
Das bedeutet, dein Team kann sich darauf konzentrieren, Texte zu erstellen, die für viele wirken – und nicht nur für wenige. Dadurch verbringen deine Übersetzer:innen weniger Zeit damit, passende Wörter für unübersetzbare Redewendungen und Ausdrücke zu finden.
Tools für den Erfolg
Wenn dein Workflow mehrere Sprachpaare umfasst, die von einem dezentralen Team bearbeitet werden, wird es schnell kompliziert. Vor allem, wenn du weiterhin auf manuelle Prozesse setzt.
Ein Translation Management System (TMS) macht vieles einfacher. Wenn du mehr erfahren willst, lies bis zum Ende oder lade unser kostenloses Handbuch herunter – darin erfährst du, wie du deinen Lokalisierungs-Workflow transformieren kannst.
Oder schau dir dieses kurze 1-Minuten-Video an, das erklärt, wie TMS wie Redokun funktionieren:
3. Verwende Desktop-Publishing-Software, die ideal für Übersetzungen ist

Marketing ist viel mehr als nur Text. Deshalb ist Desktop-Publishing-Software (DTP) unerlässlich, um visuell ansprechende Materialien für deine Zielgruppe zu erstellen.
Wahrscheinlich enthalten deine Marketingmaterialien Designelemente wie:
- Logos
- Grafiken
- Diagramme
- Typografie
Diese visuellen Elemente können deinen Workflow ganz schön stören.
Wenn deine Übersetzer:innen nicht auch erfahrene Desktop-Publisher sind, werden sie sich in deiner gewählten Software nicht zurechtfinden. Sie wissen auch nicht, wie sie den Designbereich anpassen sollen, um Änderungen wie die Satzlänge im übersetzten Inhalt unterzubringen.
Normalerweise lösen Unternehmen das, indem sie den Text in eine Tabelle kopieren und nur den Text an die Übersetzer:innen schicken. Sobald sie die übersetzte Version zurückbekommen, passen Designer:innen oder Desktop-Publisher:innen das ursprüngliche Layout an die Zielsprache an.
Mit anderen Worten: Viel Kopieren und Einfügen und jede Menge Hin-und-Her-Mails, die deine Effizienz ausbremsen.
Deshalb nutzen heutzutage viele Unternehmen eine Übersetzungsmanagement-Software, die vielseitige DTP-Dateiformate unterstützt. Mit einem TMS müssen deine Übersetzer:innen nur noch den Text übersetzen, während die Formatierung der Originaldatei automatisch erhalten bleibt. Das spart dir und deinem Team Zeit, Geld und jede Menge Kopfschmerzen.
Tools für den Erfolg
Beispiele für DTP-Software, die sich ideal für Übersetzungen eignet, sind:
- Adobe InDesign (.idml)
- Framemaker (.xliff)
- PowerPoint (.ppt)
4. Setz voll auf lokales SEO-Marketing

Wenn du eine Antwort auf etwas suchst, wo schaust du nach? Wahrscheinlich bei altbewährtem Google. Ich persönlich google bestimmt mindestens 20 Mal am Tag irgendwas.
Suchmaschinen sind überall die erste Anlaufstelle, egal ob in den USA, Norwegen oder Südkorea – aber es dreht sich nicht immer alles nur um Google.
Während Google für 61 % der Suchmaschinen-Nutzer:innen in den USA die erste Wahl ist, sieht das in Südkorea ganz anders aus. Stattdessen übernimmt die lokale Suchmaschine Naver satte 56 % der Suchanfragen im Land.
Nicht nur die Suchmaschine ist anders, sondern auch, wonach die Leute suchen – und wie sie ihre Suchanfragen formulieren.
Genau da kommt lokales SEO ins Spiel. Wenn du deine Website-Inhalte nicht so optimierst, dass sie zur richtigen Zeit auf den richtigen Plattformen für die passenden Keywords ranken, verpasst du riesiges Umsatzpotenzial in deinem Zielmarkt.
Zum Beispiel: Schauen wir uns nochmal unsere Canva-Fallstudie an, um zu sehen, ob sie für „create a logo" auf Norwegisch ranken.

Und ja, sie tun es – und das sogar auf Platz 1 der SERP. So sieht Suchmaschinenmarketing-Lokalisierung richtig gemacht aus.
Tools für den Erfolg
Hier eine Liste von SEO-Tools für mehrsprachige Keyword-Recherche (einige kostenlos, andere nicht):
5. Analysiere die Anzeigen deiner Konkurrenz

Sun Tzu hat zwar über Militärstrategie gesprochen, als er „Kenne deinen Feind" sagte, aber seine Weisheit lässt sich auf viele Lebensbereiche übertragen. Auch auf die Kunst des Marketings.
Bevor du deine Werbekampagnen erstellst, solltest du dir erstmal anschauen, was die lokalen Wettbewerber:innen in deiner Nische so machen:
- Wer sind die Marktführer:innen?
- Wie bewerben sie ihre Produkte?
- Wie erfolgreich sind ihre Marketing-Strategien?
- Und noch wichtiger: Was kannst du tun, um sie zu übertreffen?
Die Zeiten, in denen du dich durch den Anzeigen-Dschungel schlagen musstest, um relevante Anzeigen für deine Branche zu finden, sind vorbei. Sobald du weißt, wer deine Konkurrenz ist, kannst du leicht herausfinden, wie sie Kund:innen ansprechen.
Das hilft dir zu erkennen, was du beim Erstellen und Anpassen von Marketingmaterialien für lokale Märkte tun solltest – und auch, was du nicht tun solltest.
Tools für den Erfolg
Finde die Anzeigen deiner Konkurrenz mit diesen Tools (auch hier: nicht alle sind kostenlos):
- Facebook Ad Library
- LinkedIn (geh zum Profil deiner Konkurrenz → Beiträge → Anzeigen)
- Semrush Competitive Research Toolkit
- TikTok Ad Library
6. Mach deinen Übersetzungs-Workflow mit CAT-Tools effektiver

Wenn Lokalisierung zu deinem Job gehört, sieht dein Arbeitsplatz wahrscheinlich so aus:
- Unzählige E-Mails und Slack-Threads
- Tabs voller Spreadsheets und Dokumente
- Ordner, die randvoll mit alten Projektdateien sind
- Ein Notion- oder Trello-Board
- Wahrscheinlich ein oder zwei Tabs mit Google Translate
Das sind alles super Tools, die dir beim Übersetzen, Verwalten und bei der Zusammenarbeit an Projekten helfen.
Aber je mehr lokalisierte Inhalte gebraucht werden, desto mehr Wörter müssen übersetzt, mehr Sprachen verwaltet und mehr Leute eingestellt werden. Wenn du das alles manuell machst, verliert dein Unternehmen Zeit und Geld.
Mit den richtigen Tools für computerunterstützte Übersetzung (CAT-Tools) kommst du deinem Lokalisierungs-ROI näher. Die neuesten Lokalisierungsstudien zeigen, dass die richtige Software-Auswahl 90% der unnötigen Übersetzungskosten für globale Unternehmen einsparen kann.
Ein Translation-Management-System (TMS) wie Redokun ist das beste CAT-Tool für mehr Effizienz, weil du damit alle deine Lokalisierungsprozesse an einem Ort bündeln kannst. In einem kompakten Tab im Browser bietet dir ein TMS folgende Möglichkeiten:
- Koordiniere deine Projekte: Organisiere Übersetzungsprojekte, lade Mitwirkende ein, weise Aufgaben zu, behalte den Fortschritt im Blick und kommuniziere mit deinem Team.
Das sagt Pawel Borsuk, Creative Director bei Enbio, über die Zusammenarbeit in Redokun:
"Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel länger es ohne Redokun dauern würde – vor allem, wenn Leute aus verschiedenen Teilen der Welt für dich arbeiten. Wenn wir einfach nur eine Übersetzung brauchen, geht das super schnell."
- Steigere die Übersetzungsproduktivität: Nutze Funktionen wie maschinelle Übersetzung und Translation Memories, um schneller und in besserer Qualität zu liefern.
- Sorge für Konsistenz: Mit der integrierten Translation-Memory-Datenbank – die automatisch für dich erstellt wird – bleibt die Sprache in deinen Marketingbotschaften einheitlich!
- Arbeite gemeinsam an Übersetzungen: Hol Übersetzer:innen, Lektor:innen und Korrekturleser:innen zusammen, um Projekte gemeinsam zu bearbeiten und zu prüfen. Wie Google Docs, nur besser.
- Reduziere manuelle Aufgaben: Automatisiere deinen Workflow und spare wertvolle Zeit bei lästigen Aufgaben wie E-Mails verschicken und Spreadsheets nachverfolgen.
- Bewahre die originale Formatierung: Erstelle eine übersetzte Datei, die die Formatierung des Originals beibehält. Kein Kopieren und Einfügen mehr, um deine Inhalte für die Veröffentlichung vorzubereiten.
Tools für den Erfolg
Schau dir unsere Liste mit passender Übersetzungssoftware für deine speziellen Lokalisierungsbedürfnisse an oder vereinbare eine kostenlose Demo, um zu entdecken, wie Redokun dir helfen kann, deine Ziele zu erreichen.
Werde global mit Redokun

Globales Marketing ist echt eine harte Nuss. Sogar im eigenen Land braucht es viele Zutaten, damit das Marketing wirklich zündet – zum Beispiel:
- Klare Ziele
- Eine gut umgesetzte Strategie
- Ein starkes Alleinstellungsmerkmal
- Ein überzeugender Call-to-Action
- Ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kund:innen.
Das gilt auch fürs globale Marketing – nur dass jetzt noch viele Sprachen und Kulturen dazukommen.
Du musst wirklich an alles denken und alles richtig machen. Dein Fokus sollte darauf liegen, deine Kampagne so gut wie möglich zu machen – ohne Zeit mit lästigen Aufgaben zu verschwenden.
Genau da kommen wir ins Spiel.
Redokun ist ein TMS, das die neueste Übersetzungstechnologie mit Funktionen für Projektmanagement, Zusammenarbeit und Workflow-Automatisierung kombiniert – damit dein Lokalisierungsteam schneller und besser liefern kann.
Für zwei Wochen bekommst du vollen Zugriff auf unsere Lösung – ganz ohne Kreditkarte. Starte deine 14-tägige Testphase noch heute (du wirst es nicht bereuen).
Ein Einblick in Redokun
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FAQs
Was bedeutet Lokalisierung im Marketing?
Lokalisierung im Marketing bedeutet, vielseitige Marketinginhalte für verschiedene internationale Märkte anzupassen.
Warum ist lokalisiertes Marketing wichtig?
Marketinginhalte zu lokalisieren ist wichtig, denn Statistiken zeigen: Unternehmen, die in Übersetzung investieren, verzeichnen mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ein Umsatzwachstum.
Was ist ein Beispiel für eine Lokalisierungsstrategie?
Wie bereits erwähnt: Ein einfaches Beispiel für eine Lokalisierungsstrategie liefert das Online-Design-Tool Canva, das es im Rahmen seiner Lokalisierungsstrategie geschafft hat, sogar die Vorlagenbibliothek zu lokalisieren.
Wie nutzt Netflix Lokalisierung?
Die Lokalisierungsstrategie von Netflix geht über Übersetzung und Transkreation hinaus. Netflix konzentriert sich darauf, die Benutzeroberfläche, Untertitel und den Kundensupport zu lokalisieren, um den Kund:innen weltweit das bestmögliche Erlebnis zu bieten.




